Seit 2009 stimme ich Steirische Harmonikas. Die Idee Harmonikas selbst zu stimmen entstand aber schon viel früher, ausgelöst durch den Wunsch, das Klangbild meiner Instrumente selbst bestimmen zu können. Daher versuchte ich schon Jahre zuvor möglichst viel über dieses Thema zu erfahren und lernte Methoden verschiedener Harmonikabauer und -Stimmer kennen.
Im Rahmen meines Instrumentalpädagogik Studiums schrieb ich meine Magisterarbeit zum Thema „Die Entwicklung der Harmonikaerzeugung in Österreich“, in der ich auch ein Kapitel speziell dem Stimmen dieser Instrumente widmete. Im Jahr 2019 erhielt ich die Gewerbeberechtigung für das Stimmen Steirischer Harmonikas, 2022 folgte die Gründung eines Musikinstrumentenhandels. Hauptberuflich bin ich Harmonikalehrer an mehreren OÖ Landesmusikschulen.
Was bietet die „Stimmwerkstatt”, was macht sie aus:
- Generalstimmung sämtlicher Harmonikamarken
- alle Instrumente werden ausschließlich mit Feile und Kratzer gestimmt, elektrische Schleifgeräte kommen nicht zum Einsatz.
- die Schwebung (oft auch als Tremolo bezeichnet) wird nach Gehör eingestimmt. Sämtliche Schwebungsvarianten von sehr flach bis sehr kräftig können realisiert werden.
- verschiedene Stimmungssysteme können gewählt werden (z.B. Gleichstufig mit je nach Wunsch gesenkten Terzen, historische Stimmungen wie Valotti etc.)
- wichtige Faktoren wie die Dichtheit des Instrumentes, Funktionalität der Stimmstöcke/Ventile bzw. der Mechanik werden beim Nachstimmen jedes Instrumentes überprüft und gegebenenfalls korrigiert/repariert.
- nachträgliches Versetzen der Tonbelegung im Diskant.
- Änderung von Bassanordnungen, Einbau zusätzlicher Bässe.

